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Reise planen

Reisetipps für Funchal und Madeira

Was du vor der Reise nach Madeira wissen solltest: Dokumente, Geld, Strom, Uhrzeit, Gesundheit, Handy und worauf du in der steilen Stadt und in den Bergen achtest – kompakt und mit Quellen.

  • EU-Bürger reisen mit gültigem Personalausweis oder Reisepass
  • Euro, Kartenzahlung in den meisten Betrieben
  • 220 V, Steckdosen nach europäischem Standard
  • Madeira ist Deutschland eine Stunde hinterher
Allee mit Pflastermosaik und gelben Taxis in Funchal
© Sofia Vila Flor / Unsplash

Reisetipps für Madeira auf einen Blick

Madeira gehört zu Portugal und damit zur EU. Für Reisende aus Deutschland und Österreich gelten deshalb dieselben Regeln wie auf dem portugiesischen Festland. Die Details findest du in den Abschnitten unten.

ThemaWas gilt
Einreisegültiger Personalausweis oder Reisepass; auch Kinder brauchen ein eigenes Dokument
WährungEuro; Kartenzahlung in den meisten Betrieben möglich
Strom220 V, 50 Hz, Steckdosen nach europäischem Standard
UhrzeitWesteuropäische Zeit wie in Lissabon: eine Stunde früher als in Deutschland, Österreich und der Schweiz
SprachePortugiesisch
Notruf112 (europäische Notrufnummer, nur für Notfälle)
GesundheitEuropäische Krankenversicherungskarte (EKVK) mitnehmen; öffentliches Krankenhaus: Hospital Dr. Nélio Mendonça in Funchal
Handymit Vertrag aus einem EU-Land zu Inlandskonditionen („Roam like at home“)
TouristinfoTelefon +351 966 765 718, täglich 9–20 Uhr

Quellen: Visit Madeira – Useful Information, Ihr Europa – Reisedokumente. Stand Oktober 2026.

Einreise: Personalausweis oder Reisepass

Als EU-Bürger brauchst du für Madeira nur ein gültiges Reisedokument, also einen Personalausweis oder einen Reisepass. Das Dokument muss laut EU am Tag der Reise gültig sein; abgelaufene Ausweise werden nicht anerkannt. Führerschein, Bankkarte oder Krankenkassenkarte sind keine Reisedokumente und werden meist auch nicht als Identitätsnachweis akzeptiert – auch nicht beim Einsteigen ins Flugzeug.

Kinder brauchen ein eigenes Reisedokument. Prüf die Gültigkeit aller Ausweise frühzeitig vor dem Abflug, denn ein neuer Ausweis braucht Vorlauf.

Madeira hat laut Visit Madeira keine besonderen Einreisebeschränkungen. Die Schweiz gehört zum Schengen-Raum; Reisende aus der Schweiz finden die für sie geltenden Bestimmungen beim EDA. Für Deutsche lohnt vor jeder Reise ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Portugal, die auch für Madeira gelten.

Alles zu Flügen, zum Flughafen und zur Fähre nach Porto Santo findest du unter Anreise nach Madeira.

Geld und Bezahlen: Euro und Karte

Auf Madeira zahlst du mit dem Euro, der in Portugal seit Januar 2002 offizielle Währung ist. Geld wechseln musst du also nicht, wenn du aus Deutschland oder Österreich kommst.

Kartenzahlung wird laut Visit Madeira in den meisten Betrieben akzeptiert. Etwas Bargeld als Reserve ist trotzdem sinnvoll, zum Beispiel für kleine Beträge oder falls ein Kartenleser einmal nicht funktioniert.

Bus fahren: Einen Fahrschein kannst du beim Fahrer kaufen. Günstiger fährst du mit Fahrten, die du vorab auf die wiederaufladbare GIRO-Karte lädst. Die Karte kostet einmalig 0,50 € (Stand 2026). Preise, Tageskarten und Linien erklärt die Seite Nahverkehr in Funchal.

Mehrwertsteuer: Wer außerhalb der EU wohnt, also etwa in der Schweiz, kann sich laut Visit Madeira die Mehrwertsteuer auf Einkäufe erstatten lassen. Frag beim Kauf nach den nötigen Formularen.

Parken: Blau markierte Parkplätze in Funchal sind montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr gebührenpflichtig, sonntags und an Feiertagen frei. Bezahlt wird am Automaten oder per App iPark Driver. Mautstraßen gibt es auf Madeira keine – mehr dazu unter Autofahren auf Madeira.

Strom, Zeitverschiebung und Sprache

Strom und Steckdosen: Das Stromnetz hat 220 Volt bei 50 Hertz, die Steckdosen folgen laut Visit Madeira dem europäischen Standard. Ladegeräte und Stecker aus Deutschland und Österreich kannst du ohne Adapter nutzen. Für Schweizer Stecker mit drei Stiften brauchst du einen Adapter; flache Eurostecker passen.

Zeitverschiebung: Madeira hat wie Lissabon die Westeuropäische Zeit (WEZ, im Winter UTC+0). Die Sommerzeit gilt wie in Mitteleuropa von Ende März bis Ende Oktober. Deshalb ist es auf Madeira das ganze Jahr eine Stunde früher als in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Ist es in Berlin 12 Uhr, ist es in Funchal 11 Uhr. Stell nach der Landung die Uhr um, wenn dein Handy das nicht selbst tut – sonst verpasst du leicht die erste Seilbahn oder den gebuchten Ausflug.

Sprache: Amtssprache ist Portugiesisch. Ein paar Wörter helfen im Alltag: Olá (Hallo), Bom dia (Guten Morgen), Boa tarde (Guten Tag, ab Mittag), Obrigado bzw. Obrigada (Danke – je nachdem, ob ein Mann oder eine Frau spricht), Por favor (Bitte), A conta, por favor (Die Rechnung, bitte). Schilder an Sehenswürdigkeiten und Wanderwegen nutzen portugiesische Namen wie Miradouro (Aussichtspunkt), Levada (Bewässerungskanal) oder Teleférico (Seilbahn).

Gesundheit und Notfall: 112 und EKVK

Notruf 112: Die europäische Notrufnummer erreichst du auch auf Madeira. Visit Madeira betont, dass die 112 ausschließlich für echte Notfälle gedacht ist. Für allgemeine Fragen gibt es die telefonische Touristinformation unter +351 966 765 718 (täglich 9–20 Uhr).

Krankenhaus: Auf dem Archipel gibt es mehrere Krankenhäuser. Im Notfall verweist Visit Madeira auf das öffentliche Hospital Dr. Nélio Mendonça in Funchal.

Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK): Mit der EKVK, die du kostenlos von deiner gesetzlichen Krankenkasse bekommst, hast du bei ungeplanter Behandlung Anspruch auf dieselben Leistungen wie Versicherte in Portugal – zu denselben Bedingungen und mit denselben Eigenanteilen. In Deutschland ist sie meist auf der Rückseite der Versichertenkarte aufgedruckt. Die EU weist auf drei Lücken hin:

  • Behandlungen bei privaten Ärzten und Kliniken sind nicht abgedeckt.
  • Rettung und Rücktransport ins Heimatland sind nicht abgedeckt.
  • Geplante Behandlungen im Ausland fallen nicht darunter.

Für diese Fälle empfiehlt die EU eine zusätzliche Versicherung, etwa eine Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rücktransport. Achtung: Die EKVK ist immer kostenlos. Websites, die dafür Geld verlangen, sind laut EU betrügerisch – wende dich direkt an deine Krankenkasse.

Nimm Medikamente, die du regelmäßig brauchst, in ausreichender Menge im Handgepäck mit.

Handy und Internet: Roaming in der EU

Mit einem Mobilfunkvertrag aus einem EU-Land telefonierst, simst und surfst du auf Madeira zu denselben Preisen wie zu Hause. Diese Regel „Roam like at home“ gilt laut EU in allen EU-Ländern sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen, Moldau und der Ukraine. Der Empfang von Anrufen und SMS kostet beim Roaming nichts extra.

  • Datenvolumen: Im Rahmen der angemessenen Nutzung darf dein Anbieter beim Roaming eine Obergrenze für das Datenvolumen festlegen. Schau vor der Reise in deinen Tarif.
  • Schweiz: Die Schweiz gehört nicht zum Geltungsbereich. Mit einem Schweizer Vertrag gelten die Roaming-Preise deines Anbieters.
  • Auf Schiffen und im Flugzeug laufen Verbindungen oft über Satellit. Dafür gelten die EU-Regeln nicht. Schalte dort Roaming aus oder nutze den Flugmodus – das betrifft auch Bootstouren und die Fähre nach Porto Santo.

Funklöcher in den Bergen: Abseits der Küste ist die Netzabdeckung teilweise schlecht. Das ist ein Grund, warum die Gebühr für die offiziellen Wanderwege nur online und vorab bezahlt werden kann. Lade Wanderkarten und Tickets vorher aufs Handy und nimm einen geladenen Akku mit.

Steile Straßen, Schuhe und Sonne

Funchal liegt an einem Hang, der vom Meer steil ansteigt. Schon wenige Straßen oberhalb der Uferpromenade geht es deutlich bergauf, und viele Gassen in der Altstadt sind mit Kopfsteinpflaster belegt, das bei Nässe rutschig werden kann. Plane deshalb:

  • Feste Schuhe mit gutem Profil schon für den Stadtbummel. Für Wanderungen nennt Visit Madeira Wanderschuhe ausdrücklich als unverzichtbar.
  • Bergauf fahren, bergab laufen: Die Seilbahn von der Altstadt nach Monte überwindet auf 3.200 m Länge 560 Höhenmeter. Zurück geht es mit der Seilbahn, dem Korbschlitten oder den Stadtbussen 020 und 021. Mehr unter Seilbahn Funchal–Monte.
  • Kinderwagen und Rollstuhl: Am Ufer und in der unteren Innenstadt ist es weitgehend flach, in den oberen Vierteln und in vielen Gärten nicht. Der Monte Palace Tropical Garden weist zum Beispiel selbst auf steiles Gelände und Einschränkungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität hin. Tipps für Familien findest du unter Madeira mit Kindern.

Sonnenschutz: Madeira hat subtropisches Klima, die mittleren Temperaturen liegen laut Visit Madeira zwischen etwa 17 °C im Winter und 25 °C im Sommer. Die Sonne ist auch an milden Tagen kräftig, auf dem Wasser und in den Bergen erst recht. Sonnencreme, Kopfbedeckung und Wasser gehören deshalb auch im Winter in den Tagesrucksack – Visit Madeira nennt Sonnencreme und Hut ausdrücklich in der Ausrüstungsliste für Wanderer.

Zwiebelprinzip: Während in Funchal die Sonne scheint, ist es in den Bergen häufig neblig und kühl. Für Ausflüge zum Pico do Areeiro oder in den Norden pack eine warme Jacke und Regenschutz ein. Monatswerte zu Temperatur und Regen findest du unter Reisezeit und Wetter.

Kabinen der Seilbahn von Funchal nach Monte über den Dächern der Stadt
© Cristian M Balate / Shutterstock.com

Sicherheit beim Wandern und am Wasser

In der Natur kommt es auf Madeira vor allem auf Gelände und Wetter an. Visit Madeira gibt Wanderern diese Regeln mit:

  • Bleib auf dem markierten Weg.
  • Sag jemandem, welche Route du gehst und wann du zurück sein willst.
  • Rechne die Gehzeit so, dass du vor Einbruch der Dunkelheit fertig bist.
  • Bei Starkregen oder starkem Wind nicht weitergehen, sondern auf demselben Weg umkehren.
  • Kinder nur unter Aufsicht von Erwachsenen wandern lassen.
  • Regen und große Hitze sind im selben Monat möglich – sei auf beides vorbereitet.

Regen, starker Wind oder Nebel können laut Visit Madeira dazu führen, dass Wanderwege vorübergehend gesperrt werden. Seit dem 1. Januar 2026 musst du für die offiziellen Wanderwege außerdem vorab online ein Zeitfenster reservieren und eine Gebühr zahlen. Wie das geht, steht unter Levada-Wanderungen. Wer sich nicht allein auf den Weg machen will, findet unter geführte Wanderungen Touren mit Guide und Transfer.

Badeanlagen, Naturbecken und Strände mit ihren Einrichtungen stellt die Seite Strände und Baden vor. Aktuelle Hinweise zur allgemeinen Sicherheitslage in Portugal veröffentlicht das Auswärtige Amt.

Sonn- und Feiertage: was geöffnet hat

An Sonn- und Feiertagen ändern sich in Funchal einige Öffnungszeiten. Prüf deshalb vor dem Besuch die Website der jeweiligen Sehenswürdigkeit. Einige Beispiele (Stand Oktober 2026):

  • Mercado dos Lavradores: montags bis freitags ab 7 Uhr, samstags 7–14 Uhr, sonntags und an Feiertagen geschlossen. Mehr unter Markthalle.
  • Museen: Das Museu de Arte Sacra ist sonntags und an Feiertagen geschlossen, das Museu Quinta das Cruzes montags und an Feiertagen. Weitere Häuser unter Museen in Funchal.
  • Tourismusbüro Avenida Arriaga: im Sommer (1. April bis 31. Oktober) samstags, sonntags und an Feiertagen 9–15:30 Uhr.
  • Parken: Blaue Zonen sind sonntags und an Feiertagen gebührenfrei.

25. Dezember: Am ersten Weihnachtstag stehen die Seilbahn nach Monte und die Seilbahn zum Botanischen Garten still, der Monte Palace Tropical Garden und der Botanische Garten sind geschlossen, und am Flughafen fahren weder der Aerobus noch die Linienbusse. Blandy’s Wine Lodge schließt am 25. und 26. Dezember sowie am Ostersonntag. Wer über Weihnachten auf Madeira ist, plant diesen Tag am besten in der Stadt.

Große Feste wie Karneval, Blumenfest, Weinfest und das Silvesterfeuerwerk bestimmen die Hauptreisezeiten. Termine stehen im Veranstaltungskalender.

Unterwegs auf Madeira

Ein Mietwagen ist auf Madeira laut Visit Madeira nicht zwingend nötig: Es gibt Linienbusse, Taxis, Fahrdienste und organisierte Ausflüge. In Funchal selbst kommst du mit den Stadtbussen, den Seilbahnen und zu Fuß gut zurecht. Für die Inselrundfahrt eignen sich ein Mietwagen oder eine Tagestour:

Für die erste Planung helfen die Routenvorschläge Funchal in 3 Tagen und Madeira in einer Woche.

Linienbus in einer Straße von Funchal
© Kristof Bellens/ Shutterstock.com

Wann ist die beste Reisezeit?

Temperaturen, Regentage und Wassertemperatur für jeden Monat, dazu das Wetter in den Bergen und im Norden.

Reisezeit und Wetter

Reisetipps Madeira: häufige Fragen

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