
Espetada
Rindfleischwürfel, gewürzt mit Knoblauch und Lorbeer, auf einem Spieß über Holzkohle gegrillt. Traditionell ist der Spieß aus Lorbeerholz, heute oft aus Metall. Dazu gibt es Bolo do Caco und frittierten Maisgrieß (Milho Frito).
Küche Madeiras
Madeiras Küche ist bodenständig: Fleisch vom Lorbeerspieß, Fisch aus der Tiefsee, Brot von der heißen Steinplatte, Honigkuchen aus Zuckerrohrhonig. Hier erfährst du, was hinter den bekanntesten Gerichten und Getränken steckt und wo du sie probieren kannst.

Auf Madeira wird einfach und mit regionalen Zutaten gekocht. Fleisch kommt gern vom Grill, Fisch frisch aus dem Atlantik. Viele Rezepte gehen auf die Zeit zurück, als Zuckerrohr die Insel prägte: Zuckerrohrhonig steckt im Honigkuchen, Zuckerrohrschnaps im Poncha. Seit dem 15. Jahrhundert wird auf Madeira Wein angebaut und exportiert.
Viele Spezialitäten bekommst du in fast jedem Restaurant in Funchal. Einige – etwa Lapas oder Poncha – schmecken besonders gut an der Küste, zum Beispiel in Câmara de Lobos. Frisches Obst kaufst du im Mercado dos Lavradores, Adressen zum Essengehen findest du auf unserer Seite Restaurants in Funchal.
Fleisch vom Spieß, Fisch aus der Tiefsee und ein Schweinefleischgericht mit Wein und Knoblauch.

Rindfleischwürfel, gewürzt mit Knoblauch und Lorbeer, auf einem Spieß über Holzkohle gegrillt. Traditionell ist der Spieß aus Lorbeerholz, heute oft aus Metall. Dazu gibt es Bolo do Caco und frittierten Maisgrieß (Milho Frito).

Der schwarze Degenfisch wird in großer Tiefe im Atlantik gefangen. In Câmara de Lobos fahren Fischer seit Generationen zu seinem Fang hinaus. Als Filete de Espada kommt er paniert und gebraten auf den Teller – oft mit Madeira-Banane oder Maracuja.
Schweinefleisch, das mehrere Tage in Weißwein, Knoblauch und Gewürzen mariniert und dann gebraten wird. Früher gab es das Gericht vor allem an Heiligabend, heute das ganze Jahr – auf dem Teller oder als Sandwich im Brötchen.

Kleine Fleischstücke in einer kräftig gewürzten Sauce, serviert mit Pommes frites. Picado gehört zu den typischen Gerichten der Insel.
Brot, Mais, Meeresfrüchte und eine Suppe – als Beilage, Vorspeise oder Snack.

Fladenbrot, dessen Teig Süßkartoffel enthält. Es stammt ursprünglich von der Nachbarinsel Porto Santo und wird auf einer heißen Basaltplatte gebacken, dem caco. Klassisch kommt es warm mit Knoblauch-Petersilien-Butter auf den Tisch, als Beilage zur Espetada – oder als Brötchen für den „Prego“ mit Rindfleisch.

Frittierter Maisgrieß, meist in Würfeln. Er wird auf der ganzen Insel als Beilage gereicht und gehört klassisch zur Espetada.

Napfschnecken von den Küstenfelsen, gegrillt mit Knoblauch, Butter, Petersilie und Zitrone. Sie kommen als Vorspeise in ihrer Schale direkt in der Pfanne auf den Tisch, in der sie gegrillt wurden – dazu gibt es Bolo do Caco mit Knoblauchbutter.
Sämige Weizensuppe mit Schweinefleisch und Gemüse – ein deftiger Klassiker der madeirischen Küche.
Honigkuchen, Käsetörtchen und Früchte aus dem eigenen Anbau.

Der Honigkuchen wird seit dem 15. Jahrhundert gebacken, als Madeira zu den großen Zuckerrohr-Produzenten gehörte. In den Teig kommen Zuckerrohrhonig, Butter, Schmalz, Walnüsse, Gewürze, Madeirawein und kandierte Zitrusschale. Der Teig geht je nach Rezept bis zu drei Tage, der Kuchen hält sich monatelang. Traditionell gehört er zu Weihnachten.

Kleine Törtchen mit Frischkäsefüllung. Auf der Tour „Süße Rituale“ nach Santo da Serra siehst du laut Anbieter, wie sie hergestellt werden, und probierst sie mit regionalem Käse und Kräutertee.
Bananen werden auf Madeira seit dem 16. Jahrhundert angebaut. Die Madeira-Banane ist klein, cremig und intensiv süß und als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) anerkannt. Du isst sie frisch, in Desserts oder zum Degenfisch.

Maracujá-Pudding zählt zu den regionalen Süßspeisen Funchals. Passionsfrucht und andere Früchte der Insel wie Cherimoya oder Surinamkirsche landen außerdem in Kuchen, Eis und Likören. Auch Poncha gibt es mit Maracuja.
Zuckerrohrschnaps, Poncha, regionale Mixgetränke und der Wein der Insel.

Das bekannteste Getränk der Insel: Zuckerrohrschnaps (aguardente de cana) mit Honig – in manchen Rezepten Zucker – und Zitrone, verrührt mit einem Holzquirl, dem mexelhote. Entstanden ist der klassische „Poncha à Pescador“ im 18. Jahrhundert bei den Fischern von Câmara de Lobos, die sich damit in langen Nächten auf See wärmten. Heute gibt es viele Varianten, etwa mit Maracuja, Mandarine oder Minze. Dazu isst man oft dentinho wie Erdnüsse oder Lupinen.
Aus Zuckerrohr werden auf Madeira Schnaps (aguardente de cana) und Rum gebrannt, auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Die Engenhos do Norte in Porto da Cruz wurden 1927 gebaut, arbeiten mit Maschinen aus dem 19. Jahrhundert und gehören zu den drei alten Zuckerrohrmühlen, die auf Madeira noch in Betrieb sind. Die Verarbeitung siehst du von März bis Mai, verkosten kannst du in der Casa do Rum nebenan.
Zwei weitere regionale Getränke: Nikita besteht traditionell aus Ananaseis, Zucker und Ananasstücken, mit Alkohol zusätzlich mit Weißwein und/oder Bier. Pé de Cabra mischt trockenen Wein, dunkles Bier, Zucker, Kakaopulver und Zitronenschale.

Verstärkter Wein, der durch Wärme reift und von trocken (Sercial) bis süß (Malvasia) reicht. Die rote Sorte Tinta Negra macht 80–85 % der Produktion aus. Probieren kannst du ihn in den Wine Lodges in Funchal – mehr unter Weintouren und Madeirawein.
Ein paar Anhaltspunkte für deine Planung:
| Spezialität | Wo probieren |
|---|---|
| Espetada, Bolo do Caco, Milho Frito | In vielen Restaurants in Funchal, spezialisiert etwa die Casa das Espetadas (siehe Restaurants) |
| Lapas, Espada, frischer Fisch | Fischrestaurants in der Altstadt und in Câmara de Lobos |
| Exotisches Obst | Mercado dos Lavradores in Funchal (sonntags und feiertags geschlossen) |
| Poncha | In Bars in Funchal und Câmara de Lobos; auch bei der Tukxi-Tour nach Câmara de Lobos inklusive |
| Rum | Engenhos do Norte in Porto da Cruz; Rumverkostung bei Touren in den Osten Madeiras |
| Madeirawein | Wine Lodges in Funchal, z. B. Blandy’s und H.M. Borges |
| Bolo de Mel, Queijadas | Konditoreien und Cafés; Queijadas bei der Tour nach Santo da Serra |
Bei diesen Touren gehören Verkostungen typischer Speisen und Getränke fest dazu.

3,5 Stunden durch Funchal mit acht Stopps und 11 Speise- sowie 6 Getränkeproben, unter anderem Madeirawein, Poncha, Carne Vinho e Alhos, Bolo de Mel und Thunfisch. Max. 10 Personen, Guide auf Englisch.
ab 95,00 €
Details & Buchung
Vierstündiger Food-Walk durch die Altstadt mit Marktbesuch: Honigkuchen, Puddingtörtchen, Obst, Kekse, Madeirawein und Tee. Auch auf Deutsch, laut Anbieter rollstuhlgerecht.
ab 93,00 €
Details & Buchung
Marktführung mit exotischen Früchten, danach Schau-Kochen mit Espada mit Banane und Espetada und gemeinsames Mittagessen mit Wein. Max. 6 Personen.
ab 103,00 €
Details & Buchung
Fahrt nach Santo da Serra mit Käseverkostung, Herstellung und Verkostung von Queijadas und Abschluss in einem Teehaus. Abholung in Funchal inklusive.
ab 117,00 €
Details & Buchung
Private Fahrt im elektrischen Tuk-Tuk (max. 5 Personen) in den Fischerort, mit Verkostung von Poncha und Nikita. Angeboten auch auf Deutsch.
ab 40,00 €
Details & Buchung
Ganztägige Tour durch den Osten Madeiras mit Rumverkostung in Porto da Cruz, Pico do Areeiro und Santana. Guide unter anderem auf Deutsch, Mittagessen nicht inklusive.
ab 35,00 €
Details & BuchungKostenlose Stornierung laut Anbieter jeweils bis 24 Stunden vorher. Bei einigen Touren gilt eine Mindestteilnehmerzahl – Details beim jeweiligen Angebot.
Lust bekommen? Auf unserer Restaurantseite findest du belegte Adressen für madeirische Küche, Fisch, vegetarisches Essen und Sterne-Restaurants.

Die Espetada: Rindfleischwürfel mit Knoblauch und Lorbeer am Spieß, über Holzkohle gegrillt. Dazu gibt es Bolo do Caco und Milho Frito.
Ein Fladenbrot mit Süßkartoffel im Teig, gebacken auf einer heißen Basaltplatte (caco). Es wird warm mit Knoblauch-Petersilien-Butter serviert oder als Brötchen für Sandwiches verwendet.
Der milde Degenfisch (Espada) und die süße Madeira-Banane sind beide typische Produkte der Insel. Die Kombination – oft auch mit Maracuja – ist eine der bekanntesten Spezialitäten.
Aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitronensaft, verrührt mit einem Holzquirl (mexelhote). Es gibt viele Varianten, zum Beispiel mit Maracuja, Mandarine oder Minze.
Der traditionelle Honigkuchen der Insel, gebacken mit Zuckerrohrhonig, Walnüssen, Gewürzen und Madeirawein. Es gibt ihn seit dem 15. Jahrhundert, traditionell zu Weihnachten, und er hält sich monatelang.
Bolo do Caco, Milho Frito und Desserts mit Maracujá kommen ohne Fleisch aus – frag im Zweifel nach der Zubereitung. Bolo de Mel enthält Schmalz. Vegetarische Restaurants findest du auf unserer Restaurantseite.
Madeirawein direkt in den Wine Lodges in Funchal, Honigkuchen in Konditoreien und Läden in der Stadt. Bolo de Mel hält sich monatelang und eignet sich gut zum Mitnehmen.
Ja. Bei den Food-Touren in Funchal probierst du unter anderem Madeirawein, Poncha, Carne Vinho e Alhos und Bolo de Mel. Mehr Auswahl auf unserer Seite Food-Tour.