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Ratgeber Mietwagen

Autofahren auf Madeira: Straßen, Parken und Regeln

Mit dem Auto erreichst du auf Madeira auch Bergdörfer, Wanderstarts und Aussichtspunkte abseits der Buslinien. Hier erfährst du, was dich auf den Straßen erwartet, wie das Parken in Funchal funktioniert und wann du auch ohne Mietwagen gut zurechtkommst.

  • Keine Maut auf Schnellstraßen und Hauptstraßen
  • Tempolimits: 50 / 90 / 100 km/h, 0,5 Promille
  • Parken in Funchal: Farbmarkierungen erklärt
  • Alternativen: Bus, Taxi, Fahrdienste und Touren
Kurvige Straße durch bewaldete Hänge auf Madeira aus der Luft
© Kelly/ Pexels.com

Brauchst du auf Madeira ein Auto?

Laut der Tourismusbehörde Visit Madeira ist ein Mietwagen nicht nötig: Du kannst auch Busse, Taxis, Fahrdienste wie Uber und Bolt oder organisierte Ausflüge nutzen. Ob sich ein Auto trotzdem lohnt, hängt von deinen Plänen ab.

Ein Mietwagen lohnt sich, wenn du …

  • frei entscheiden willst, wann du wohin fährst – etwa früh morgens zum Pico do Areeiro oder zum Sonnenuntergang an die Küste,
  • Wanderungen an Levadas starten willst, deren Ausgangspunkte schlecht mit dem Bus erreichbar sind,
  • mit Familie oder in der Gruppe mehrere Tagesausflüge über die Insel planst.

Ohne Auto kommst du gut zurecht, wenn du …

  • vor allem in Funchal bleibst: Altstadt, Markt, Seilbahn nach Monte und Museen erreichst du zu Fuß, mit Bus oder Taxi,
  • Ausflüge lieber mit Guide machst – viele Touren holen dich in Funchal ab,
  • nicht gern auf steilen, kurvigen Bergstraßen fährst.

Eine gute Mischung: einige Tage ohne Auto in Funchal, dann für zwei, drei Tage einen Mietwagen für Ausflüge in den Norden und Westen.

Hand am Lenkrad, Blick durch die Windschutzscheibe auf eine Straße auf Madeira
© Vitor Miranda

Keine Maut: Schnellstraßen kostenlos

Auf Madeira gibt es keine Mautgebühren. Alle Schnellstraßen und Hauptstraßen sind für Einheimische und Besucher kostenlos. Du brauchst also weder Vignette noch Mautbox im Mietwagen.

Das Rückgrat des Straßennetzes ist die Schnellstraße VR1 entlang der Südküste. Über sie und die Regionalstraße ER229 erreichst du zum Beispiel den Aussichtspunkt Cabo Girão. Viele Schnellstraßen führen durch Tunnel und über Brücken; so kommst du deutlich schneller voran als auf den alten Küsten- und Bergstraßen.

Straßenverhältnisse: Hauptstraßen und Bergstraßen

Laut Visit Madeira ist das Fahren auf den meisten Hauptstraßen und in den Städten einfach. In den Bergen sind die Straßen dagegen kurvig und verlangen mehr Aufmerksamkeit.

  • Steigungen: In Funchal und in vielen Dörfern geht es steil bergauf und bergab. Ein Auto mit etwas Leistung macht das Anfahren am Hang leichter.
  • Enge Straßen: Abseits der Schnellstraßen sind Straßen oft schmal, teils ohne Randstreifen. Fahr vorausschauend und rechne hinter Kurven mit Gegenverkehr, Bussen und parkenden Autos.
  • Wetter im Gebirge: Auf den Höhen kann es neblig sein, während an der Küste die Sonne scheint. Plane Fahrten zu den Gipfeln mit Puffer ein.
  • Kleiner Wagen: Ein kompaktes Auto ist auf engen Straßen und in Parklücken in Funchal praktischer als ein großes.
Kurvige Straße von oben, gesäumt von Bäumen, mit einem Auto auf Madeira
© Leonid Sorokin/ Shutterstock.com

Verkehrsregeln auf Madeira

Madeira gehört zu Portugal, es gilt die portugiesische Straßenverkehrsordnung, der Código da Estrada. Für Autofahrer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist vieles vertraut:

  • Es gilt Rechtsverkehr.
  • Gurt: Gurte und Kindersitze sind Pflicht.
  • Kinder: Kinder unter 12 Jahren, die kleiner als 135 cm sind, brauchen einen zugelassenen Kindersitz und fahren grundsätzlich hinten. Vorne darf ein Kind unter 3 Jahren nur in einer rückwärts gerichteten Babyschale mitfahren, und nur bei ausgeschaltetem Beifahrer-Airbag. Reserviere den Kindersitz am besten gleich mit dem Mietwagen.
  • Alkohol: Die Grenze liegt bei 0,5 Promille, für Fahranfänger in den ersten drei Jahren und für Berufskraftfahrer bei 0,2 Promille. Am sichersten fährst du ganz ohne Alkohol.
  • Handy: Telefonieren ist nur mit Freisprecheinrichtung erlaubt.
  • Im Auto mitführen: Warnweste und Warndreieck.

Tempolimits auf Madeira

Wenn kein Schild etwas anderes anzeigt, gelten für Pkw in ganz Portugal – und damit auch auf Madeira – diese Höchstgeschwindigkeiten.

StraßeHöchstgeschwindigkeit Pkw
Innerorts50 km/h
Außerorts90 km/h
Schnellstraßen (Straßen nur für Kraftfahrzeuge)100 km/h
Autobahnen120 km/h

Zeigen Schilder ein niedrigeres Limit an, gilt das Schild. Halte dich gerade auf den kurvigen Strecken daran, auch wenn Einheimische schneller fahren. Quelle: Your Europe (EU), Verkehrsregeln Portugal; Regeln zu Kindersitzen nach Art. 55 Código da Estrada laut Regionalregierung Madeira. Stand Oktober 2026.

Parken in Funchal: Farbmarkierungen und Gebühren

Am Straßenrand zeigt die Farbe der Markierung, ob und wie du parken darfst.

MarkierungBedeutung
Weiße Linienkostenloses Parken – manche Plätze sind aber Anwohnern vorbehalten (Schilder beachten)
Blaue Liniengebührenpflichtiges Parken
Gelbe LinienParkverbot

In den Gebührenzonen zahlst du in der Regel montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr. Sonntags und an Feiertagen ist das Parken dort kostenlos. Bezahlen kannst du am Parkautomaten oder mit der App iPark Driver. Quelle: Visit Madeira, FAQ, Stand Oktober 2026.

Parktipps für Funchal und die Insel

  • Altstadt meiden: In der Zona Velha und im Zentrum sind die Straßen eng und Parkplätze knapp. Wer dort unterwegs ist, stellt das Auto besser in ein Parkhaus und geht zu Fuß weiter.
  • An Festtagen: Bei Karneval, Blumenfest und Silvester ist die Innenstadt voll, und rund um die Umzüge kann es Sperrungen geben. Plane dann ohne Auto – Termine im Veranstaltungskalender.
  • Am Berg: Am Pico do Areeiro kostet Parken laut Visit Madeira 4,00 € pro Stunde (Stand 2026). Am Parkplatz Queimadas am Start der Levada-Wanderung zum Caldeirão Verde (PR9) zahlst du 2,00 € pro Stunde.
  • Handbremse und Gang: An steilen Straßen die Handbremse fest anziehen und einen Gang einlegen, die Räder zum Bordstein einschlagen.

Tanken auf Madeira

Tankstellen findest du vor allem in den Orten an der Küste. Tank vor längeren Fahrten in den Norden, zur Hochebene Paul da Serra oder zu den Gipfeln lieber vorher auf, statt unterwegs eine Tankstelle im Gebirge zu suchen.

Bei vielen Mietwagen gilt die Regel „voll abholen, voll zurückgeben“. Prüf in deinem Mietvertrag, welche Tankregel gilt, und tank vor der Rückgabe am Flughafen frühzeitig nach.

Kleinwagen wird an einer Zapfsäule betankt
© Castro Cicero/ Shutterstock.com

Mietwagen auf Madeira: so gehst du vor

Mindestalter, Kaution und Versicherung legt jeder Vermieter selbst fest. Diese Schritte helfen dir, typische Probleme zu vermeiden.

  1. Früh buchen

    Vor allem zu Ferienzeiten und großen Festen sind kleine Autos und Automatikwagen schnell vergeben. Wer Automatik braucht, reserviert früh.

  2. Bedingungen lesen

    Prüfe Mindestalter, Führerscheinbesitz, Kaution (meist per Kreditkarte auf den Namen des Fahrers), Selbstbeteiligung, Zusatzfahrer und Kindersitze. Mit einem Führerschein aus einem Nicht-EU-Land frag beim Vermieter nach, ob ein internationaler Führerschein nötig ist.

  3. Versicherung wählen

    Enge Straßen und knappe Parklücken führen leicht zu Kratzern. Eine Vollkasko mit geringer oder ohne Selbstbeteiligung erspart dir Diskussionen bei der Rückgabe.

  4. Auto dokumentieren

    Fotografiere das Auto bei der Übernahme rundum, auch Felgen und Innenraum, und lass vorhandene Schäden im Übergabeprotokoll eintragen.

  5. Route planen

    Lade Karten offline auf dein Smartphone und plane für Bergstraßen mehr Zeit ein, als das Navi anzeigt.

Alternativen zum Mietwagen

  • Bus: In Funchal und Umgebung fahren Stadtbusse, über die Insel Überlandbusse. Linien, Fahrkarten und Tagestickets erklären wir auf unserer Seite Nahverkehr. Zum Pico do Areeiro gibt es einen eigenen Shuttlebus der Horários do Funchal.
  • Taxi und Fahrdienste: Neben Taxis kannst du laut Visit Madeira auch Fahrdienste wie Uber und Bolt nutzen.
  • Vom Flughafen: Transfer, Bus und Taxi vergleichen wir auf unserer Seite Flughafentransfer.
  • Geführte Touren: Inselrundfahrten, Jeep-Touren und Wanderungen mit Abholung in Funchal – Beispiele unten und auf unseren Seiten Tour in den Westen, Tour in den Osten und Jeep-Touren.

Madeira ohne eigenes Auto entdecken

Diese Touren holen dich in Funchal ab. Du siehst die Insel, ohne selbst Bergstraßen zu fahren oder Parkplätze zu suchen.

Best of the West

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4,7 · 3.647 Bewertungen

⏱ 8 Stunden🗣 Deutsch, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch

Achtstündige Tagestour im klimatisierten Minibus über Câmara de Lobos, Cabo Girão, Ribeira Brava und Paul da Serra nach Porto Moniz, Seixal und São Vicente. Abholung in Funchal, Guide auch auf Deutsch; das Skywalk-Ticket zahlst du vor Ort.

ab 43,00 €

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Best of the East

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4,7 · 3.905 Bewertungen

⏱ 8 Stunden🗣 Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch

Ganztagestour in den Osten: Pico do Arieiro, Santana mit seinen Strohdachhäusern, Ribeiro Frio, Ponta de São Lourenço und Machico, Mittagessen nicht inklusive. Guide auch auf Deutsch.

ab 43,00 €

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Nordwesten in Kleingruppe

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4,9 · 374 Bewertungen

⏱ 8 Stunden🗣 Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Französisch

Höchstens acht Teilnehmer: Véu da Noiva, Fanal-Wald, Naturbecken von Porto Moniz, Ribeira da Janela und Cabo Girão an einem Tag. Abholung in Funchal, Guide auf Englisch, Französisch, Spanisch oder Portugiesisch.

ab 69,00 €

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Offener Geländewagen

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4,8 · 300 Bewertungen

⏱ 8 Stunden🗣 Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch

Jeep-Safari durch den Nordosten mit Stopps in Porto da Cruz, Santana und Ribeiro Frio und Fahrt durch den Lorbeerwald. Abholung in Funchal, Guide auch auf Deutsch. Nicht geeignet bei Rückenbeschwerden.

ab 69,00 €

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Privattransfer Flughafen

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4,6 · 199 Bewertungen

⏱ 30 Minuten🗣 Englisch, Niederländisch, Portugiesisch, Spanisch

Privater Transfer zwischen Flughafen und Funchal für bis zu vier Personen, mit Flugüberwachung und Fahrer mit Namensschild in der Ankunftshalle.

ab 40,00 €

Details & Buchung

Leistungen laut Anbieter, Stand Oktober 2026.

Lieber mit dem Bus?

Linien, Fahrkarten, Tageskarten und Tipps für Fahrten zu den bekanntesten Zielen: Alles zum Busfahren in Funchal und auf Madeira findest du auf unserer Nahverkehrsseite.

Zum Nahverkehr
Überlandbus des Anbieters SIGA in Funchal

Autofahren auf Madeira: häufige Fragen

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